Zusatzqualifikation: TrainerIn für pädagogische Gewaltprävention und Konfliktregelung

1½-jährige Fortbildung für pädagogische Fachkräfte, die mit Gruppen/Klassen arbeiten (wollen)

Wie kann ich dazu beitragen, dass sich alle Beteiligten in Gruppen und/oder Klassen an Schulen wohlfühlen, dass sie sich entfalten können und Gemeinschaft als etwas Positives erleben, dass Streit und Konfliktsituationen konstruktiv gelöst werden? Wie kann ich die Weichen in Richtung gegenseitige Annahme, Anerkennung und respektvoller Umgang stellen, so dass die gemeinsame Zeit von allen positiv erlebt werden kann. Wie kann ich einen Kontrapunkt zu Mobbing und anderen negativen Konflikt- und Gewalterfahrungen in Gruppen und Schulen setzen.

Der asb führt seit über 20 Jahren bewährte gewaltpräventive Präventions- und Interventionsprojekte in Gruppen und Schulen durch. Im Rahmen dieses Zertifikatskurses werden diese vielfach in der Praxis erprobten Konzepte vermittelt.

Gewaltpräventive Arbeit zählt zu den Grundqualifikationen für Menschen, die in pädagogischen Kontexten mit Gruppen/Klassen arbeiten. Fundierte und umfangreiche Kenntnisse in den diversen Bereichen der Gewalt-Prävention sind eine notwendige Voraussetzung, um angemessene und wirksame Angebote für verschiedene Zielgruppen entwickeln und durchführen zu können. Die hierfür benötigten fachlichen Kenntnisse sind jedoch nur begrenzt Bestandteil gängiger Studiengänge bzw. Berufsausbildungen, zumal sich viele Fragestellungen erst im konkreten Berufszusammenhang ergeben.

Die berufliche Zusatzqualifikation „TrainerIn für pädagogische Gewaltprävention und Konfliktregelung“ vermittelt erprobte methodische Ansätze, die verschiedene Aspekte von Gewalt und Konflikten in den Blick nehmen: Mobbing und Cybermobbing, soziale Kompetenz, Teamarbeit, Deeskalation, Mediation, Konfrontative Pädagogik, Diversity etc. Zudem werden grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Konflikte, Moderation, systemisches Denken und Handeln erworben. Nicht zuletzt wird die institutionelle Ebene thematisiert: erfolgreiche Konzepte gegen Gewalt (und Mobbing) beinhalten Maßnahmen auf den Ebenen Institution – Gruppe/Klasse – Einzelpersonen.

Das Handbuch „SPOTLIGHT - Theater gegen Mobbing. Mobbing unter Schülern. Analyse - Bearbeitungsmethode - Handlungsschritte“ und umfangreiche Dokumentationen der Seminarinhalte und -methoden werden zur Verfügung gestellt.

Konkrete Inhalte

  • Vermittlung von Konzepten und Methoden für die konkrete gewaltpräventive Arbeit in Gruppen/Klassen:
    • Teamarbeit und Gemeinschaft bilden, Klassenrat
    • Diversity-Trainings
    • Streitschlichtung – das Mediationskonzept
    • Mobbingprävention & -intervention: SPOTLIGHT - Theater gegen Mobbing®, No-Blame-Approach, Farsta-Methode
    • Cybermobbing: Prävention und Intervention
    • Sozial- und Konflikttrainings
    • Deeskalationstrainings
    • Arbeit mit Jungen
  • Grundlagen: Konflikttheorie, Mobbing, systemisches Denken und Handeln, Theaterpädagogik, konfrontative Pädagogik, didaktische Entwicklung von Einheiten und Projekten
  • Trainer sein: Moderation, Konfliktgespräche führen, Umgang mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen, eigene Rolle und Haltung
  • Einbeziehung und Reflexion der institutionellen Ebene:
    1. als Bedingungsfaktor für Konflikte, Mobbing und Gewalt,
    2. als Voraussetzung für die erfolgreiche gewaltpräventive Arbeit müssen neben der Individualebene auch die Ebene der Gruppe/Klasse und der Institution mit den handelnden Fachkräften einbezogen werden.

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte, die mit Gruppen arbeiten: LehrerInnen aller Schulformen, OGS-PädagogInnen, SchulsozialarbeiterInnen sowie pädagogische Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe.

Bedingungen zur Erlangung des Zertifikats

  • Teilnahme an den Veranstaltungsblöcken und Hospitation an einem Schulprojekttag „SPOTLIGHT – Theater gegen Mobbing®
  • Eigenständige Moderation von Übungen im Zertifikatskurs
  • In 2er-Teams: Durchführung eines eigenen gewaltpräventiven Projekts (mind. 10 Ustd.) mit schriftlicher Dokumentation und Reflexion sowie einer Präsentation im Plenum. Dieses Projekt wird allen Teilnehmenden der Fortbildung zur Verfügung gestellt.

Weiterbildungsleitung

Andreas Raude, Konflikttrainer, Theaterpädagoge, Systemischer Berater (SG)

Referenten zu Spezialthemen

Tina Bicker, Sozialpädagogin B.A., Konflikttrainerin, Systemische Beraterin, Theaterpädagogin

Annette Michels, Dipl. Pädagogin, Dipl. Sozialarbeiterin, Theaterpädagogin (BuT), Regisseurin und Schauspielerin

Jeannette Sindermann, Dipl. Psychologin, Schulpsychologin, Theaterpädagogin

Michael Walter, Dipl. Sozialpädagoge, Deeskalationstrainer (GA Villigst), Anti-Agressivitäts/Coolness-Trainer (AAT/CT®)

Stephanie Herrera Riekens, Dipl. Pädagogin, Diversity-Trainerin und -Beraterin

Jens Deininger, Motopäde, Systemischer Berater (DGSF), Kampfesspiele®-Anleiter

Umfang und Aufbau der Weiterbildung

8 Veranstaltungsblöcke à 2 Tage + Hospitation an einem „SPOTLIGHT - Theater gegen Mobbing®“-Projekttag.

Beginn der Weiterbildung ist Juni 2019. Sie wird Ende 2020 mit Zertifikat abgeschlossen sein.

 

Am Di 05.02.2019 und Di 02.04.2019 finden kostenfreie Infoveranstaltungen jeweils in der Zeit von 16:00-17:30 Uhr statt. Eine Anmeldung hierzu ist nötig.

 

 

B 18/19

1. Block: Mo 03.06.2019, 9:30-16:30
              Di 04.06.2019, 9:30-16:30

Alle weiteren Termine werden Ende 2018 bekannt gegeben.

136 Ustd. 9 Fortbildungstage mit je 2 Referenten

€ 1.950


Für diese Fortbildung kann Bildungsurlaub beantragt werden. Nutzen Sie auch die Möglichkeiten des Bildungsschecks.

 

B 18i/19

Infoveranstaltung

Di 05.02.2019, 16:00-17:30

- kostenfrei -

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B 18j/19

Infoveranstaltung

Di 02.04.2019, 16:00-17:30

- kostenfrei -

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