No-Blame-Approach und Farsta-Methode:
Mobbing-Intervention kompakt

Fortbildung für LehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen

Mit dem Projekt „SPOTLIGHT - Theater gegen Mobbing“ hat der asb einen Präventions- und Interventionsansatz im Umgang mit Mobbing für ganze Klassen entwickelt. Seit über 15 Jahren wird dieses Konzept in Form von Schulprojekttagen für die Jahrgangsstufen 6 - 8 und Fortbildungen in ganz Westfalen erfolgreich durchgeführt. In über 1.800 Klassen wurden Mobbingkonflikte bearbeitet und gelöst.

Um als Schule erfolgreich gegen Mobbing vorgehen zu können und auf unterschiedliche Mobbingsituationen reagieren zu können, haben sich neben SPOTLIGHT die Methoden No-Blame-Approach und Farsta bewährt. Diese beiden Interventionsansätze werden im Rahmen dieser Fortbildung vermittelt und eingeübt.

Der No-Blame-Approach ist ein Ansatz ohne Schuldzuweisung. Im Rahmen dieses lösungs- und ressourcenorientieren Konzepts wird eine Unterstützungsgruppe gebildet, in der Mobbende und Helfer beratschlagen, wie einem gemobbten Schüler in Zukunft am besten geholfen werden kann. In der Fortbildung wird die Gesprächsführung in seinen Schritten mit der Unterstützungsgruppe sowie mit dem gemobbten Schüler eingeübt und gemeinsam reflektiert.

Die Farsta-Methode arbeitet ausschließlich mit den identifizierten Mobbern. In Einzelgesprächen werden diese mit ihren negativen Handlungen konfrontiert. Ziel dieses konfrontativen Ansatzes ist es, die Mobbenden zur Verhaltensänderung und zur Zusammenarbeit zu bewegen. Sanktionen kommen erst dann ins Spiel, wenn die Mobber zu keiner Verhaltensänderung bereit sind. Im Rahmen der Fortbildung wird das strukturierte Gespräch mit den Mobbenden vermittelt und eingeübt.

In der Zwischenzeit bis zum 2. Fortbildungstag sollen die Teilnehmenden eigene Erfahrungen mit den beiden Interventionskonzepten sammeln. Der zweite Fortbildungstag lädt dann zur Reflexion der gemachten Erfahrungen ein und will die Ansätze vertiefen.

Mit dem No-Blame-Approach, der Farsta-Methode und SPOTLIGHT ist eine Schule in Sachen Mobbing-Intervention insgesamt gut aufgestellt. In der Fortbildung reflektieren wir über Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Methode. Prinzipiell gilt es unter Berücksichtigung der Eskalationsstufe des konkreten Konflikts zu entscheiden, welcher dieser Ansätze in einer akuten Mobbingsituation zielführend erscheint.

 

Diese Fortbildung bietet eine hervorragende Ergänzung zu SPOTLIGHT - sie kann aber auch unabhängig von SPOTLIGHT besucht werden.

 

Leitung: Annette Michels, Andreas Raude

B 210/17

Teil 1:  Do 19.10.2017, 9:30-16:30

Teil 2:  Mi  06.12.2017, 9:00-13:00

13 Ustd. € 175

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