Eltern-Lehrer-Mediatoren-Team

Fortbildung für Eltern und LehrerInnen weiterführender Schulen

Ausgangslage

In den vergangenen Jahren haben sich die Rollen(erwartungen) und Zuständigkeiten von Schule/Lehrern und Eltern stark verändert. Schule ist durch den Ausbau des Ganztags verstärkt zum Lebensraum der Schüler geworden. U. a. infolge dieser Entwicklung hat Schule einen größeren Erziehungsauftrag, der zu Konflikten und Auseinandersetzungen mit den Elternhäusern führen kann.

Demgegenüber kümmern sich viele Eltern in höherem Maße um den Werde- und Bildungsgang ihrer Kinder. Lehrer sind seitens der Eltern zum Teil mit Erwartungen und Wünschen konfrontiert, die sie aus ihrer Profession heraus nicht erfüllen können oder wollen.

Die Zuständigkeiten verschwimmen. Zugleich stehen beide Seiten unter dem Druck, den gegenseitigen Ansprüchen (nicht) zu genügen. Diese Entwicklungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass Konflikte zwischen Eltern und Lehrern auch in ihrer Schärfe zugenommen haben.

 

Mediation: ein Verfahren zur Konfliktregelung

Damit alle Beteiligten zu dem Ergebnis kommen können: „Unsere Schule streitet mit Gewinn!“ (Beate Herzog) bieten wir diese Mediatoren-Fortbildung an. Mediation ist ein klar strukturiertes Verfahren, das in seinen Phasen (und Stolpersteinen) im Rahmen der Fortbildung vermittelt wird. Das Besondere an diesem Konzept besteht darin, dass Lehrer und Eltern gemeinsam an dieser Weiterbildung teilnehmen. Die ausgebildeten Eltern und Lehrer einer Schule bilden Mediatoren-Teams, die in konfliktträchtigen Situationen und strittigen Gesprächen zwischen Elternhaus und Schule vermitteln können. Bestehen die Mediatoren-Teams aus Eltern und Lehrern, ergibt sich die Chance, dass sich beide Seiten der Konfliktbeteiligten gut vertreten und verstanden fühlen.

Mediation fördert den freiwilligen Dialog zwischen den Konfliktparteien und zielt auf ein gegenseitiges Verstehen sowie eine übereinstimmende, konstruktive, interessengerechte Lösung für die Zukunft ab. Somit stellt Mediation eine Alternative zu Kampf, Verletzung, Schuldzuweisung und Beziehungsabbruch dar.
Die zentrale Aufgabe der Mediatoren besteht darin, die Konfliktparteien bei der Entwicklung eigenverantwortlicher Lösungen zu unterstützen. Somit obliegt den Streitparteien die inhaltliche Verantwortung für die Konfliktlösung, während das Mediatoren-Team die Verantwortung für den Prozess der Konfliktbearbeitung übernimmt („Hüter des Verfahrens“). Dadurch wird die Autonomie der Beteiligten zur Selbstbestimmung und eigenen Entscheidungsfindung gewahrt, sie stellt die Basis für eine - alle Parteien befriedigende - Lösung dar.

Diese Art der Mediation kann bestehende Konzepte zur Konfliktregelung ergänzen und bietet einer Schule - unter Einbeziehung eigener Ressourcen - die Möglichkeit zur Entlastung von Konflikten zwischen Eltern und Lehrern beizutragen.

 

Inhalte der Ausbildung

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Grundlagen zum Thema Konflikte: Konfliktdefinition, Konflikttypen, Diagnose von Konflikten, Dynamiken von Konflikten etc.
  • Leitlinien/Grundgedanken der Mediation
  • Phasen und Ablauf des Mediationsverfahrens
  • Möglichkeiten und Grenzen der Mediation (Welche Themen sind geeignet? Welche nicht?)
  • Entwicklung geeigneter Fragen in der Moderation
  • Organisatorische Rahmenbedingungen
  • Rechtliche Fragen

 

Geplanter Umfang der Fortbildung

5 Abende à 5 Ustd. + 1 Wochenendeinheit 13 Ustd., insgesamt 38 Ustd.
+ 2 Reflexions-/Supervisionstermine à 3 Ustd. im Nachgang nach Start der Mediatorenarbeit

Die Termine werden jeweils mit den Schulen abgestimmt (max. 3 Schulen können an einem Fortbildungsdurchgang teilnehmen). Pro Schule sollten mind. 3 Lehrer und 3 Elternteile ausgebildet werden.

 

Leitung: Andreas Raude, Tina Bicker

 

Für nähere Informationen zu dieser Fortbildung und den Kosten melden Sie sich bitte bei Andreas Raude, Tel.: 0251-277230, raude@asbbmuenster.de oder Tina Bicker, Tel.: 0251-277230, bicker@asbbmuenster.de.


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